Bindegewebsschwäche - Ursachen und Therapie​​​​

​Falten und Cellulite entstehen durch eine Bindegewebsschwäche. Hier findest du die 3 besten Tipps für eine feste und straffe Haut.

​Das Problem bei Frauen

Bindegewebsschwäche - Cellulite

Die Folgen einer Bindegewebsschwäche sind u.a. Dellen an den Oberschenkeln. Viele Frauen wollen aus diesem Grund ihre Beine gar nicht mehr zeigen.

Aber auch vermehrte Falten, Cellulite, die sogenannte Orangenhaut, Dehnungsstreifen, Besenreiser, Krampfadern und eine insgesamt schlaffe Haut sind die Folgen eines schwachen Bindegewebes.

​​Das Bindegewebe verliert im Alter natürlicherweise an Spannkraft und Elastizität, aber auch junge Frauen können oftmals von einer Bindegewebsschwäche betroffen sein.

Auch wenn ein schwaches Bindegewebe in erster Linie ein kosmetisches Problem ist, so leiden doch viele Frauen erheblich unter diesem Problem. 

​Als Yogalehrerin und Personaltrainerin bin ich fast täglich mit dem Problem Bindegewebsschwäche, Cellulite und schlaffe Haut konfrontiert. Orangenhaut und Winkearm sehen nicht nur nicht besonders schön aus, sondern belasten viele meiner Kundinnen auch psychisch ernorm.

Die meisten haben schon erfolglos eine Menge Geld ausgegeben und sind auf die verschiedensten Wundermittel und falschen Versprechungen hereingefallen. 

Auf dieser Seite werde ich dir die wahren Ursachen für Bindegewebsschwäche erklären und dir die verschiedenen Möglichkeiten zeigen, die wirklich gegen das Problem helfen.

Was genau ist Bindegewebe?

Grundsätzlich gibt es vier Grundgewebearten im menschlichen Körper:

  1. Epithelgewebe = besteht aus einem engen Zellverband ohne erkennbare Zwischenzellsubstanz. Die meisten Epithelien bedecken die inneren oder äußeren Oberflächen von Organen oder bilden Drüsen aus.
  2. Muskelgewebe
  3. Nervengewebe
  4. Bindegewebe

Während die anderen Gewebearten (Muskel-, Nerven- und Epithelgewebe) hauptsächlich aus Zellen bestehen gibt es im Bindegewebe neben den Zellen auch eine große Anzahl von Fasern und Grundstruktur.

Bindegewebe hat im Körper viele verschiedene Funktionen, die zu den drei Hauptfunktionen:

  1. Stütze (Knochen, Knorpel, Sehnen, Bauchfett, Organkapseln)
  2. Abwehr (Leukozyten, Monozyten, ...)
  3. Ernährung (Speicherfettgewebe, Blut, Grundsubstanz)

zusammengefasst werden können.

Bindegewebe

Kleiner Exkurs:
Fettgewebe ist eine Sonderform des Bindegewebes. Hier haben sich die Zellen differenziert und dienen nun der Fettspeicherung. Man nennt sie Adipozyten. Die für das Bindegewebe typischen Fasern rücken in den Hintergrund. Man unterscheidet zwischen braunem und weißem Fettgewebe:

  • Braunes Fettgewebe - Zellen sind recht klein und rundlich. Ihr Zellkern ist mittelständig und oftmals angeschnitten. Braunes Fettgewebe ist sehr gut durchblutet und dient der Wärmeerzeugung. Es kommt vor allem bei Neugeborenen und Kleinkindern vor. Beim Erwachsenen ist es nur noch spärlich vorhanden.

  • Weißes Fettgewebe - Zellen haben einen großen Durchmesser. Ihr Zellkern ist an den Rand gedrückt und daher meist nicht angeschnitten. Weißes Fettgewebe ist kaum durchblutet. Weißes Fettgewebe hat die Funktion Energie zu speichern und wirkt als Thermoregulator sowie als Polster und Füllmaterial.

Wenn man umgangssprachlich vom Bindegewebe spricht, dann wird damit fast immer die Weichteilkomponente des Bindegewebes gemeint, das​ so genannte fasziale Bindegewebe.

Alle Welt redet im Augenblick über die Faszien, das lange Zeit unterschätzte und verborgene Bindegewebe, das unseren Körper auf allen Ebenen druchdringt. Geschmeidige Faszien sorgen nicht nur für Fitness, eine gute Haltung und sind ein wesentlicher Faktor für Gesundheit & Wohlbefinden, sondern sorgen auch für eine feste und knackige Figur. 

Das fasziales Bindegewebe bildet ein dreidimensionales Netz, welches das Epithelgewebe und andere Gewebe stützt. Es hat normalerweise keine richtige Form und ist fast überall zwischen den Geweben, Organen und Gefäßen zu finden. Es bildet das Gerüst aller Organe umhüllt alle Muskeln und ist wesentlich für unsere Figur verantwortlich.

Ein gutes Fasziengewebe ist der Feind Nr. 1 für Cellulite, schlaffe Haut, Dehnungsstreifen und Besenreiter.

​Generell haben Frauen ein schwächeres Bindegewebe als Männer und darum gibt es die Probleme mit Cellulite & Co. fast ausschließlich bei Frauen. Die Qualität des Bindegewebes ist auch unabhängig davon ob man schlank oder etwas kräftiger ist.

Und obwohl ein schwaches Bindegewebe vor allem erblich bedingt ist, gibt es für alle betroffenen Frauen Hoffnung. Auf dieser Seite zeige ich dir, wie du mit einfachen Mitteln dein fasziales Bindegewebe straffen und kräftigen kannst.

Aber zunächst zeige ich dir die Hauptursachen für ein schwaches Bindegewebe, neben der genetischen Veranlagung:

Ursachen von Bindegewebsschwäche

​In dem Bild unten siehst du links gesundes fasziales Bindegewebe und rechts ein schwaches Bindegewebe, wie es oft auch bei älteren Menschen vorkommt. Die Bezeichnung "Faszie" leitet sich übrigens aus dem lateinischen Begriff "fascia" ab und bedeutet so vie wie Band oder Bündel. 

Fasziales Bindegewebe besteht zum einen aus mehreren Schichten weisslicher Kollagenfasern, die sich kaum dehnen lassen dafür aber sehr widerstandsfähig sind und elastischen Fasern die aus dem gummiartigen Protein Elastin bestehen.

Die Kollagen- und Elastinfasern sind von einer wässrigen Grundsubstanz umgeben, die verschiedene Nährstoffe u.a. Hyaluronsäure enthält. Hyaluronsäure als wichtigster Bestandteil des Bindegewebes kann vor allem Feuchtigkeit binden, Gewebe befeuchten und ersetzt fehlende Gelenkflüssigkeit.

Aufbau der Haut

​In einem gesundem und flexiblen Bindegewebe sind die Kollagen- und Elastinfasern wellenfärmig in der Form eines Scherengitters angelegt. (Bild links)

​Im Alter oder bei schwachem Bindegewebe sind die Faszien oftmals verklebt. Aufgrund fehlendem Wasser und Hyaloronsäure in der Grundsubstanz und/oder fehlender Bewegung nähern sich die Kollagenfasern einander an und bilden Querverbindungen (Verklebungen) sog. Crosslinks aus. Dies führt zu einer insgesamten Abnahme der Elastizität des Bindegewebes (gebrochene Elastinfasern).

​Wissenschaftler unterscheiden zwischen reversiblen (wasserlöslichen) und festen (nicht wasserlöslichen) Querverbindungen (Crosslinks). Während die wasserlöslichen Crosslinks sich leicht durch Bewegung lösen lassen, erfodern die festen Querverbindung ein spezielles Faszientraining.

Ursache Nr. 1: falsche Ernährung

​Eine ungesunde Ernährungsweise mit viel fett-, zucker- und salzhaltigen lebensmitteln, sowie Kaffee, Alkohol und Nikotin schaden der Haut und fördern ein schwaches Bindegewebe. Durch die Aufnahme falscher Lebensmittel übersäuert der Körper förmlich und es bilden sich die unschönen Dellen im Bindegewebe.

Ursache Nr. 2: Übergewicht

​Bei Cellulite dringen Fettzellen durch das Bindegewebe an die Hautoberfläche und verursachen die typische Orangenhaut. Ein hohes Übergewicht verstärkt diesen Effekt. Auch ein zu schnelles Abnehmen und anschließendes Zunehmen (Jojo-Effekt) schwächen das Bindegewebe und sorgen für schlaffe Haut.

Ursache Nr. 3: Bewegungsmangel

​Wir Menschen sind von der Evolution aus auf Bewegung eingestellt. Häufiges Sitzen und Bewegungsmangel führen zu einem verkleben der Faszien und damit auf Dauer zu einem schwachen Bindegewebe.

Aber was kannst du machen wenn du unter eine schwachen Bindegewebe leidest und sich unschöne Dellen in der Haut zeigen?

Die gute Nachricht, du bist mit diesem Problem nicht allein und zahlreiche Frauen haben mit gezielten Maßnahmen super Erfolge gegen Cellulite und Orangenheit erzielen können. Es gibt eine Lösung für schwaches Bindegewebe!  

Im nachfolgendem zeige ich dir die 3 besten Tipps für ein straffes und festes Bindegewebe.

Die meisten Tipps die ich dir hier vorstelle sind kostenlos und die positive Wirkung ist vielfach bewiesen worden. Allerdings verspreche ich dir hier keine Wundermittel. Je nachdem wie stark dein Bindegewebe geschädigt ist, benötigst du schon etwas Geduld und Zeit.

Wenn du meine Tipps berücksichtigst und regelmäßig anwendest, dann wirst du aber schon innerhalb von 6 bis 8 Wochen eine deutliche Verbesserung an bei dir sehen.

Die 3 besten Tipps für ein straffes Bindegewebe





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Richtige Ernährung

Mit der richtigen Ernährung legst du den Grundstock für eine straffe und feste Haut. 

Bindegewebsschwäche - das richtige Essen

​A. Säurereduzierende und basenbildende Ernährung

  • ​Das fasziale Bindegewebe, welches den gesamten Körper umgibt dient dem Körper u.a. als Nährstoffdepot. Ein festes und gesundes Bindegewebe benötigt deshalb ausreichende Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelement.

    ​Abbauprodukte unseres Stoffwechsels, sog. Stoffwechselschlacken sorgen im Zusammenhang mit falschen - säurefördernden - Lebensmitteln für eine Übersäurerung unseres Körpers und damit auch für die unschönen Dellen vor allem an Oberschenkeln, Po und den Oberarmen.

    Tipp: Reduzierung säurebildender Lebensmittel wie zum Beispiel:

  • alle Getreidearten und Getreideprodukte wie Nudeln, Brot und alle Sorten von Gebäck
  • Zucker und alle Süßigkeiten
  • Spargel
  • Rosenkohl
  • Artischocken
  • Hülsenfrüchte
  • Kaffee
  • Schwarztee, grüner Tee, weißer Tee, Früchtetee
  • Limonaden, Energy Drinks, Cola,

    Erhöung des Anteils basischer (entsäuender) Lebensmittel wie zu Beispiel:

  • ​Obst
  • Gemüse
  • Salate
  • Sprossen
  • Samen und Sprossen
  • Mandeln, Walnüsse, Pistazien

B. Nahrungsmittel zu dir nehmen, die die Kollagenbildung anregen

Kollagen ist ein organischer Bestandteil des Bindegewebes. Etwa 30% des körpereigenen Proteins und etwa 80% des Bindegewebes bestehen aus Kollagen.


Etwa ab dem 25. Lebensjahr nimmt der Kollagenanteil im Gewebe langsam ab, ab dem 35. Lebensjahr werden die Folgen verstärkt sichtbar.


Haare und Haut werden dünner, erste Falten werden sichtbar und die Haut wird schlaff (->Cellulite)


Die besten Kollagenlieferanten sind:


Fleisch und Fisch. Besonders gut sind fettreicher Fisch wie Lachs der große Mengen an Omega3 Fettsäuren enthält, die zusätzlich die Fettbembran rund um die Hautzellen schützt.


Gelatine. Sie besteht zu 90% aus Kollagen und ist zudem noch besonders kalorienarm. Gelatine kannst du für leckere Nachspeisen verwenden oder in Shakes einrühren.


Rotes Obst und Gemüse. Kirschen, Äpfel, rote Bete, Paprika, Tomaten, etc. enthalten mit Leukopin einen Stoff der die Kollagenbildung fördert.


Früchte mit hohem Vitamin C Gehalt wie zum Beispiel Orangen, Grapefruits, Kiwis, Zitronen, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Heidelbeeren


Lebensmittel mit hohem pflanzlichem Proteingehalt. ​Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Hanfsamen, Sojasamen, Nüsse, Bohnen, Kichererbsen




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Ausreichend Wasser trinken, die richtige Hautpflege & Co

Bindegewebsschwäche - die richtige Hautpflege

Ausreichend Wasser trinken. Das Bindegewebe muss ausreichend mit Flüssigkeit (Wasser) versorgt sein, damit die Abfallprodukte des Stoffwechsels besser abtransportiert werden. Das Bindegewebe wirkt bei ausreichender Flüssigkeit zudem voller. Experten emfpehlen täglich Körpergewicht mal 0,03 in Liter Wasser zu trinken. Bei einem Körpergewicht von 60 KG solltest du also (60x0,03) 1,8 Liter Wasser pro Tag trinken.


Wechselduschen. Nach dem Duschen die Haut abwechseln mit kalten und warmen Wasser abduschen.

Feind Nr. 1 für eine schöne und straffe Haut! Zigaretten, Alkohol und Sonnenbäder


Die richtige Hautpflege. Die Hautcreme sollte der Haut vor allem Feuchtigkeit und Hyaluronsäure zuführen. Die Kosmetikindustrie verleitet leider immer wieder Frauen dazu sündhaft teure Anti-Cellulite Cremes zu kaufen. Dabei ist das gar nicht notwendig. 


Hier findest du eine Creme für den kleinen Geldbeutel, die ausgestattet ist mit den besten und hochwertigsten Wirkstoffen spezielle für ältere Haut und bei Bindegewebsschwäche. Die Creme kannst du dir in 5 Minuten ganz einfach herstellen. Durch Verzicht auf kostspielige Werbung herhälst du diese hochwertige Creme für einen Bruchteil des Preises vergleichbarer Cremes führender Hersteller.

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Faszientraining, Bindegewebstraining für eine feste und straffe Haut

Übungen gegen Bindegewebsschwäche

Faszientraining oder auch Bindegewebstraining genannt ist ein Training, welches ganz gezielt das muskuläre Bindegewebe stärkt und kräftigt. Durch gezielte Übungen und Massage der Faszien werden verklebe Faszien gelöst und das Bindegewebe wird wieder elastisch und straff. 


Der führende deutsche Faszienforscher Robert Schleip, Humanbiologe und Diplom-Psychologe sieht gerade für Frauen mit Bindegewebsschwäche eine große Chance in einem gezieltem Bindegewebstraining. Zitat: „Irgendwann wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass ein Faszientraining die Oberfläche der Haut optisch verändern kann, ganz ohne OP“


Orangenheit adé - 4 Videos für ein festes und straffes Bindegewebe!

​​In 4 ausführlichen Videos mit einer Dauer von jeweils 35 bis 60 Minuten erfährst du die besten Übungen für dein Bindegewebe. In den Videos werden alle Übungen ausführlich erklärt und es gibt für jeweils Übungsalternativen für Anfänger und Fortgeschrittene.


Du kannst sofort mit dem Training beginnen und die Übungen bequem Zuhause oder wo auch immer du bist ausführen. Täglich 30 Minuten Faszientraining werden dein Bindegewebe straffen und festigen. Natürlich darfst du auch hier keine Wunder erwarten. Du musst schon regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens 6 bis 8 Wochen die Übungen ausführen.


Aber zusammen mit der richtigen Ernährung und der richtigen Hautpflege wirst du garantiert eine deutliche Verbesserung erreichen. Cellulite & Orangenheit werden deutlich weniger oder verschwinden sogar ganz. Das Training stimmuliert die Zellen des Bindegewebes und führt zu einer vermehrten Kollagenproduktion der Zellen.


Der Sommer kann kommen und du fühlst dich wieder richtig wohl in deiner Haut. Worauf wartest du noch, mache jetzt den ersten Schritt ...


​Erfahre hier mehr über die 4-teilige Videoserie "Training für das fasziale Bindegewebe"


​Ich hoffe ich habe dir mit den Tipps auf meiner Seite bei deinem Problem etwas helfen können. Wenn du Fragen hast, so kannst du mir gerne unter schreib@bindegewebeschwaeche.net schreiben.

Alles Liebe Deine Elke


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